Dipl.-Architekt Norbert Rauscher in 16548 Glienicke/Nordbahn

 

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Dorf, Bauernhaus, ...


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Fachwerkbau in Brandenburg Denkmalschutz im Dorf

 

Digitale Rekonstruktion als
Arbeits- und Hilfsmittel in der Denkmalpflege

 

 

Die digitale Rekonstruktion und Visualisierung eines (denkmalgeschützten) Gebäudes ist mit moderner Computertechnik problemlos möglich. Als Basis dienen Aufmaßarbeiten vor Ort in Verbindung mit eventuell vorhandenen alten Bauzeichnungen und Fotografien.

 

Dient die digitale Rekonstruktion nicht nur der Archivierung, sondern dem Wiederaufbau bzw. der Sanierung / Rekonstruktion des Gebäudes, so können die geplanten Baumaßnahmen vorab äußerst detailgenau und realitätsnah am Bildschirm erlebt und durch den Auftraggeber kontrolliert werden.

 

Mit der Visualisierung durch CAD können am Computer z.B. Fassadengestaltungen, Innenräume, Möbel, Dekorationen sowie Farb- und Materialkonzepte in verschiedenen Varianten zur denkmalschutzrechtlichen Vorprüfung oder zur Ideenfindung erstellt werden.

 

Das digitale Planungsergebnis kann am Bildschirm bzw. mittels Beamer-Präsentation für einen größeren Personenkreis in allen Richtungen frei bewegt werden (Echtzeit-Rendering), das Gebäude kann von allen Seiten betrachtet werden und ist vollständig von innen begehbar.

 

 

Arbeits- und Planungsbeispiel

 

Märkisches Fachwerkhaus um 1830

 

Als Bildbeispiel ist die digitale Rekonstruktion eines Fachwerk-Wohngebäudes aus der Zeit um 1830 in mehreren Bauphasen zu sehen. Fassadengestaltung und Ausstattung entsprechen dem ländlichen Spätklassizismus der Mark Brandenburg.

 

Gebäude dieser Art sind als Nachfolgebauten der friderizianischen Kolonistenhäuser noch heute im Land Brandenburg z.B. in den märkischen Regionen Oderbruch, Prignitz, Uckermark und Westhavelland zu finden, in den meisten Fällen jedoch stark verändert. Im Oderbruch befinden sich noch einige recht gut erhaltene Beispiele, z.B. an der Dorfstraße (Anger) in Neulietzegöricke.

 

 

Neulietzegöricke, Dorfstraße (Anger), Fachwerkhaus um 1830

 

Bei dem digitalisierten Beispiel handelt es sich um ein schon für damalige Verhältnisse recht großzügiges und komfortables Bauernhaus mit Einliegerwohnung oder Leutekammern im Dachraum, welches nach fachgerechter Sanierung bzw. Rekonstruktion verbunden mit einer behutsamen Modernisierung noch heute allen Ansprüchen genügen kann.

 

 

Fachwerkhaustypen und Hausformen in Brandenburg

 

Das märkische Fachwerkhaus und seine Entwicklung in der Region Oderbruch

 

Wer sich näher mit der baugeschichtlichen Entwicklung des ländlichen märkischen Fachwerkbaus speziell am Beispiel der Region Oderbruch befassen möchte, dem sei die Dissertation von Katja Laudel empfohlen, die sich leider nur als Datei versteckt im Internet findet und bisher nicht als Buch erhältlich ist: 

 

Katja Laudel:  Der Typenwandel des ländlichen Wohnhauses im Oderbruch zwischen 1753 und 1850. Der Einfluss von friderizianischer Kolonisation und preußischer Obrigkeit auf die Hausformen der ländlichen Untertanen.

 

Die 2004 vorgelegte Dissertation beschreibt in hervorragender Weise die entscheidenden Entwicklungen im ländlichen Wohnhausbau, deren Spätformen noch heute vielfach in den Regionen Brandenburgs als Bauernhaus oder reines Wohngebäude anzutreffen sind.

 

 

Die Dissertation ist auf der Homepage der Bauhaus-Universität Weimar zu finden unter www.uni-weimar.de oder - mit freundlicher Genehmigung von Frau Dr. Laudel - direkt hier als PDF-Datei; Dateigröße ca. 35 MB (!)

 

 

Katja Laudel: Der Typenwandel des ländlichen Wohnhauses im Oderbruch zwischen 1753 und 1850

 

 

 

Pfarrhaus in Königshorst

 

Friderizianisches Fachwerkhaus aus der Kolonistenzeit im Havelländischen Luch

 

Ein besonderes Beispiel für den schlichten Fachwerkbau der Kolonistenzeit unter Friedrich Wilhelm I. und damit noch vor Amtsantritt Friedrichs II. ist das ehemalige Pfarrhaus in Königshorst im Rhinluch nordwestlich von Nauen, errichtet 1736-37.

 

Das symmetrisch gegliederte Fachwerkhaus mit Krüppelwalmdach und drei Fledermaus-Gauben ist weitgehend original erhalten. Zum Aufnahmezeitpunkt (2007) stand es leer; zu hoffen bleibt, dass es saniert wird. Ein Fachwerk-Pfarrhaus in dieser Form dürfte einmalig sein im Land Brandenburg.

 

 

Königshorst, Pfarrhaus von 1737

 

Direkt daneben befindet sich die ebenfalls 1737 errichtete Dorfkirche, 1820-22 in den vorhandenen klassizistischen Formen erneuert und umgebaut, 1912 abgebrannt, 1914 wieder aufgebaut und 1919 geweiht. Das Ensemble steht unter Denkmalschutz.

 

  

Königshorst, Pfarrhaus und Dorfkirche

 

Weitere Fotos vom Pfarrhaus finden Sie in der Stockphoto-Galerie Nr.1a (siehe links), die Kolonistenkirche finden Sie unter Nr.1b.

 

 

 

Digitales Arbeitsbeispiel: Märkisches Fachwerkhaus um 1830 mit Erdgeschoss ...

... und Dachgeschoss; Naturstein-Ziegel-Sockel, Dielen-Fußböden, Vorgelege für Kachelöfen, Giebel, ...

... Sparren, Dachlatten, Krüppelwalm, Schornsteine mit gedeckten Schornsteinköpfen, Kreuzstock-Fenster, ...

... zweiflügelige Eingangstür mit Oberlicht, Klappläden für EG-Fenster, Lehmstaken-Wandausfachungen, ...

... Biberschwanz-Kronendeckung ohne Dachrinne (also noch mit einer echten "Traufe"), Feldsteinsockel, ...

... Fassadengestaltung im Detail in den Formen des ländlichen märkischen Spätklassizismus ...

... und zeitgenössische Innenausstattung mit Hinterlader-Kachelofen, Ziegelpflaster im Flur, Dielung usw.

Arbeitsbeispiel Denkmalpflege: Digitale Rekonstruktion einer klassizistischen zweiflügeligen Haustür als ...

... Bauelement aus der Zeit um 1830 mit Oberlicht und Beschlägen aus Gusseisen.

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Bitte beachten Sie jedoch: Auch diese Bilder unterliegen dem Urheberrechtsschutz; siehe Impressum.

 














 

 

 

 

 


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